Ausbildung

Stimmungsbild

Der Weiterbildungsstudiengang Mediation ist ein berufsbegleitendes Präsenzstudium. Es fußt auf theoretischem Fachwissen, praktischem Training, Selbstreflexion sowie begleitender Supervision / Intervision.

Die Ausbildung zum/r zertifizierten MediatorIn ist mit den Standards des Bundesverbandes Mediation (BM) abgestimmt und entspricht den Vorgaben des neuen Mediationsgesetzes. Die BM-Standards finden Sie auf den Seiten des Bundesverbands Mediation.

274 Unterrichtsstunden zzgl. mind. 30 Intervision und Peer-Gruppen-Treffen
MediatorInnen benötigen fundiertes theoretisches Wissen sowie praktisches Handwerkszeug auf den Gebieten der Gesprächsführung, der Moderation, der Prozessbegleitung und der Konfliktbearbeitung. Die Ausbildung vermittelt diese Grundlagen und Werkzeuge, basierend auf vier Säulen:

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> 1. Theoretische Grundlagen

Sie erwerben das erforderliche theoretische Fachwissen zur Konfliktbearbeitung, wie z.B. Wahrnehmungs- und kommunikationspsychologische Grundlagen – das Modell der Gewaltfreien Kommunikation – Konflikttheorien – das Menschenbild der bedürfnisorientierten Mediation – Recht und Mediation – Phasen des Mediationsverfahrens – Rolle und Aufgaben der Mediatoren – Gelingens- und Misslingensbedingungen der Mediation u.a.m.

> 2. Praktisches Training

Die Ausbildung ist in erster Linie anwendungs- und praxisorientiert. Sie trainieren intensiv das ‚mediatorische Handwerkszeug’. Für jede Phase der Mediation üben Sie gezielt die passenden Gesprächsstrategien und Moderationstechniken zur Prozessgestaltung. Dabei bekommen Sie Feedback und Anregungen von den Ausbildern und den Teilnehmern der Gruppe.

> 3. Selbstreflexion

Erfolgreiche Mediationstätigkeit setzt eine in sich stimmige, selbstreflexive Persönlichkeit voraus, die eine wertschätzende, aber nicht wertende Haltung gegenüber den Konfliktparteien einnimmt. Als künftige MediatorInnen bekommen Sie daher in der Ausbildung immer wieder die Gelegenheit, sich Ihre eigenen Erfahrungen mit und Ihre Einstellung zu Konflikten bewusst zu machen. Sie werden Ihr Verhalten in Konflikten reflektieren, sich Ihren ‚blinden Flecken’ und ‚heißen Eisen’ annähern und Fallstricke vermeiden lernen.

> 4. Supervision / Intervision

Im zweiten Teil der Ausbildung führen Sie im Team mit einer/m Co-MediatorIn eigenständig Mediationen in der Praxis durch und werden dabei von den Ausbildern und von Ihrer Regionalgruppe durch Supervision und Intervision unterstützt.

> Kursmethoden

Die Ausbildung zum/r MediatorIn ist in erster Linie anwendungs- und praxisorientiert. Die Vermittlung erfolgt prozesshaft über eine Vielzahl von Methoden. Neben Informationsblöcken, die dem Erwerb des nötigen Fachwissens zum Umgang mit Konflikten dienen, steht die kontinuierliche Anwendung des Gelernten durch die Übung von Mediationen in und außerhalb der Ausbildungsveranstaltungen, begleitet durch Supervisionen und Intervisionen. Die Ausbildung endet mit der eigenständigen Bearbeitung von Mediationsfällen unter Begleitung und Supervision der Ausbilder.

> Ausbildungsinhalte in Kürze

• Theorie und Praxis unterschiedlicher Mediationsansätze
• Ethisches Selbstverständnis der Mediation
• Rahmen der Mediation
• Konflikttheorien
• Multidisziplinärer Hintergrund der Mediation
• Anwendungsbereiche der Mediation und Abgrenzung zu anderen Verfahren
• Haltung der Mediatorin / des Mediators
• Selbsterfahrung und Selbstreflexion
• Phasen der Mediation
• Gesprächs- und Intervisionstechniken
• Grundkenntnisse aus der Psychologie, Sozial- und Kommunikationswissenschaft
• Mediation und Recht

> Ihr Nutzen

Sie lernen

• die Sprache und Werthaltung der Gewaltfreien Kommunikation kennen,
• das eigene Konfliktverhalten zu ergründen,
• die Balance zwischen Selbstbehauptung und wechselseitiger Einfühlung zu fördern,
• die mediatorischen Interventionsstrategien passgenau anzuwenden,
• die Konfliktparteien zu unterstützen bei der Identifikation der Streitpositionen,
• die hinter den Positionen verborgenen Gefühle, Bedürfnisse und Interessen zu entdecken,
• die Parteien bei der Suche und Formulierung einvernehmlicher Lösungen zu unterstützen,
• die Entwicklung einer neuen Dialog- und Konfliktkultur zu fördern.

Sie profitieren

• von der Arbeit in einer konstanten Teilnehmergruppe mit einem festen Trainerteam über den gesamten Ausbildungszeitraum,
• von tragfähigen Arbeitsbeziehungen und professionellen Netzwerken, mit deren Hilfe Sie sich gegenseitig in Ihrer persönlichen und beruflichen Weiterentwicklung begleiten und fördern,
• von regelmäßigen Übungsphasen in Kleingruppen, in denen Sie das Gelernte praktisch umsetzen und konkrete Rückmeldungen bekommen.

> Adressaten

Menschen, die beruflich häufig mit Konflikten zu tun haben und ihre Kenntnisse und Fähigkeiten in Sachen Konfliktbewältigung erweitern möchten, etwa Pädagogen/innen, Sozialpädagogen/innen, Erzieher/innen, Familienberater/innen, Jugendamtsmitarbeiter/innen, Psychologen/innen, Theologen/innen, Führungskräfte in Wirtschaft, Verwaltung und Politik.

> Voraussetzungen

Fachhochschul- oder Hochschulzugangsberechtigung, qualifizierte Berufserfahrung.

> Umfang und Dauer

Der Weiterbildungsstudiengang umfasst 274 Unterrichtsstunden (206 Zeitstunden) in 18 Ausbildungsmonaten, aufgeteilt auf 11 dreitägige Kompakt-Module (Donnerstag 14:00 Uhr bis Samstag 13:30 Uhr), sowie eigenverantwortliche begleitende Arbeit in Regionalgruppen.

> Abschluss / Zertifikat

Der AS-Weiterbildungsstudiengang zum/r MediatorIn wird abgeschlossen mit dem AS-Universitäts-Zertifikat Mediation. Die Ausbildung ist anerkannt vom Bundesverband für Mediation BM.

>Investition

4.860€, zahlbar in 18 Raten von 270,-€/Monat, zzgl. Übernachtungs- und Verpflegungskosten

Anmeldung – Information

Advanced Studies
Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
Servicebüro: Maike Rühe-Möhl

Olshausenstr. 75 – D-24118 Kiel

Tel: 0431-880-1225 (9-13 Uhr/AB)
Fax: 0431-880-5497
email as(a)paedagogik.uni-kiel.de

www.as.uni-kiel.de